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Änderungen der Hallenregeln beschlossen

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Kreis Paderborn.
Mit einem Besucherrekord von mehr als 7.000 Zuschauern wartete der SV Heide Paderborn Ende Dezember beim 26. Silvester-Cup im Sportzentrum Maspernplatz auf. Cheforganisator Thomas Dreßler sprach im Nachhinein von einem Turnier, dass „nah am Optimum“ sei und „an dem wir nichts Großartiges ändern wollen.“ Nun wird der Verein jedoch dazu gezwungen. Und zwar wird etwas ganz Elementares verändert: Der Ball.

Wie der Vorstand des FLVW-Kreises 8 Paderborn am vergangenen Mittwoch auf der Arbeitstagung in der Wewelsburg bekanntgab, wird bei allen Hallenturnieren der Junioren und Senioren künftig mit einem Futsal-Ball gespielt. Im Kreis Paderborn war dies bisher nur bei Jugend-Kreismeisterschaften der Fall (siehe Infokasten). Die Regeländerung gibt nun der Verband vor. Das Futsal-Spielgerät ist kleiner als ein normaler Lederball und muss laut Regelbuch ein „sprungreduziertes Verhalten“ aufweisen.

Eine zweite verbindliche Regeländerung wird ebenfalls vom Futsal übernommen: Das Verbot von Grätschen. „Beide Änderungen sind sinnvoll, weil technisch besserer Fußball gefördert wird“, sagt Christian Kroker vom Kreisvorstand. Gleichzeitig betont er, dass neben diesen beiden bindenden Änderungen alle weiteren Regeln des „vereinfachten Futsals“ übernommen werden können. „Wenn der Veranstalter dies wünscht“, so Kroker.

Heides Abteilungsleiter Thomas Dreßler ist von den Änderungen überrascht, sieht sie aber keinesfalls kritisch: „Die generelle Bestrafung von Grätschen begrüße ich ausdrücklich, denn das wurde speziell beim vergangenen Silvestercup sehr kontrovers diskutiert. Ob sich der Ball durchsetzt, wird man sehen. Aber ich denke, dass kleinere Veränderungen neuen Schwung bringen können. Jedenfalls wird es nichts an der Euphorie rund um den Silverster-Cup ändern.“ Neue Bälle muss der SV Heide übrigens nicht anschaffen. „Die haben wir schon im letzten Winter für unser Juniorentraining gekauft“, bericht ein schmunzelnder Thomas Dreßler.

Heides Coach Björn Schmidt ist froh darüber, dass nicht die kompletten Futsal-Regeln übernommen werden. Denn eigentlich wird beim Futsal ohne Bande gespielt. Das strikte Unterbinden von Grätschen werde laut Schmidt derweil dazu führen, dass die höherklassigen Mannschaften größere Chancen haben, weil sie in der Regel auch technisch besser sind. „Ich sehe es schon so, dass Einsatz und Kampf eingeschränkt werden, was ich aber zum Schutz der Gesundheit begrüße“, sagt Heides Trainer, der es jedoch gut finden würde, wenn „die Vereine selbst aussuchen könnten, mit welchem Ball sie spielen.“

Skeptisch sind die Funktionäre Rainer Borgmeier (Abteilungsleiter SuS Westenholz), Wolfgang Hecker (Sportlicher Leiter SV Upsprunge) und Jörg Kahmen (Sportlicher Leiter SV Atteln). Alle begrüßen zwar das Grätschverbot, doch mit den Futsal-Regeln können sie wenig anfangen. „Mein Sohn spielt in unserer Jugend und ich habe schon dort nicht genau verstanden, warum nicht ganz normaler Hallenfußball gespielt wird. Ich weiß nicht, warum immer wieder etwas verändert werden muss“, kritisiert Kahmen. Ähnlich sieht es Rainer Borgmeier, der mit dem SuS jährlich den Hansel-Cup ausrichtet. „Wir werden nur das übernehmen, was wir müssen. Generell frage ich mich aber wie schon bei der Kreisstrukturreform und der Ligenreform, die unsere schöne Bezirksliga-Staffel 4 kaputt gemacht hat, warum die Vereine nie vorher gefragt und immer vor vollendete Tatsachen gestellt werden“, sagt der SuS-Obmann. Wolfgang Hecker hat dazu ein klares Schlusswort, das bald aber nicht mehr gilt: „Fußball wird mit einem Fußball gespielt!“

Quelle: http://www.nw-news.de/sport/lokalsport/sport_paderborn/lokalsport_paderborn/10750060_Graetschen_verboten.html?em_index_page=2

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